Das Wort „Sulfat“ bezeichnet eine chemische Verbindung, die aus Schwefelsäure (H₂SO₄) entsteht.
Wenn man Schwefelsäure mit einer Base (z. B. Natriumhydroxid oder Ammoniumhydroxid) kombiniert, entsteht ein Sulfatsalz – z. B.:
- Natriumlaurylsulfat (Sodium Lauryl Sulfate, SLS)
- Ammoniumlaurylsulfat
- Magnesiumlaurethsulfat
Diese Stoffe sind also Salze der Schwefelsäure, bei denen zusätzlich eine lange Kohlenwasserstoffkette angehängt ist.
Und genau diese Kette macht sie tensidisch aktiv – also fett- und schmutzlöslich.
⚖️ Sind alle Sulfate gleich?
Nein! Es gibt:
- Starke Sulfate, wie Sodium Lauryl Sulfate (SLS) → sehr gründlich, aber manchmal zu aggressiv
- Mildere Varianten, wie Sodium Coco-Sulfate → sanfter zur Kopfhaut
- Alternative, sulfatfreie Tenside, wie Coco-Glucoside → besonders mild
Also: Nicht jedes Sulfat ist gleich – und nicht jedes ist schlecht.
🌸 Fazit
Ja, Sulfate sind chemisch gesehen Salze – aber in der Kosmetik wirken sie als Reinigungshelfer.
Sie sorgen dafür, dass dein Shampoo Fett, Schmutz und Stylingreste löst.
Ob du Sulfate meiden solltest, hängt davon ab, wie empfindlich deine Kopfhaut und welche Bedürfnisse dein Haar hat.
🌿 Merke:
Sulfate sind nicht böse – sie sind einfach kleine, fleißige Helfer.
Nur manchmal reinigen sie etwas zu gründlich.
💬 Fun Fact:
Der Schaum, den du beim Haarewaschen siehst, reinigt gar nicht – er ist nur das sichtbare Zeichen dafür, dass Sulfate (oder andere Tenside) am Arbeiten sind!